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Unser tun ist der Spiegel unseres Sein.

Endlich habe ich wieder etwas Zeit für ein paar Worte. Diesen Sommer werde ich 9 Wochen in der Schweiz unterwegs sein. Dabei werden zwei Projekte priorität haben. Weiteres wird im laufe dieses Sommers zu Tage kommen. Die erste Woche ist bereits überstanden. Ich war als Leiter mit einer Gruppe Jugendlichen in einem KIBE-Lager unterwegs. Dies war eine perfekte Vorbereitung für diesen Sommer, der hoffentlich noch so mancher Sonnentag mit sich bringt.

Breithorn 4164m

November 2014
Tag 1

Es ist Samstag Nachmittag, mitten im Coop von Zermatt. Wir suchen unsere letzten Esswaren zusammen welche wir für die nächsten beiden Tage brauchen werden. Es hat kaum Leute, so kommen wir flott voran mit unserem Einkauf. Ganz nach meinem Willen, denn so kommen wir schneller wieder raus und unserem Ziel näher.

Mit der gelösten Fahrkarte der Seilbahn ist das heutige Tagesziel einen riesen Schritt näher gerückt. Denn als ich das letzte mal hier war durfte ich einen halben Tag lang warten bis die Seilbahn endlich fuhr. Jetzt sitzen wir aber ganz gemütlich in der Gondel und schweben der 3000 Meter Grenze entgegen. Ein blick zum Matterhorn rüber darf hier natürlich auch nicht fehlen.

Der Schlafplatz erreichen wir zu Fuss in kürze. Da zu dieser Jahreszeit die Hütte an unserem Ausgangsort, für die morgige Tour, nicht bewartet ist müssen wir im Zelt schlafen. Ich freue mich schon aufs Zelt, welches in kürze gestellt ist. Es muss nur noch das Wasser her und wir beginnen zu Kochen. Es muss jetzt schnell gehen, die Sonne ist am verschwinden. Mangelnde Sonnenstrahlen verursachen hier oben auch ohne Wind eine unangenehme Kälte, wenn wir uns nicht bewegen. Deshalb heisst es, möglichst schnell essen und sofort ins Zelt. Um 17:00 liege ich schon im Schlafsack und kuschle mich ein. Es ist ganz still hier, ausser wenn Gletscherabbrüche in die Tiefe stürzen. Diese sind die ganze Nacht immer wieder zu hören.

Tag 2

Viertel nach Vier in der Früh, der Wecker klingelt. Dies heisst wohl aufstehen. Ganz ausgeschlafen sitze ich erst mal auf und belasse es auch dabei. Denn das Frühstück nehmen wir im warmen Schlafsack zu uns. Draussen ist es unter Null, so dass auch meine Bergschuhe im Innenzelt drin etwas eingefroren sind. In diesem Momment ist ein warmer Schlafsack Gold wert.

Endlich geht es nach draussen in die klirrende Kälte. Nach ein paar Minuten gehen habe ich dann aber auch schon warm. In der pechschwarzen Nacht merschieren wir über den unteren Theodulgletscher. Nach P.3167 wird es langsam Tag. Jetzt ist es auch nicht mehr so schwierig mit der Routenfindung. Bald stehen wir im Einstieg der Eisrinne und brauchen auch bald das erste mal die Eisschrauben. Von nun an können wir im durchschnittlich 60° steilen Schnee, Firn und Eis gemütlich empor steigen. Schritt um Schritt, Stufe um Stufe kommt der Gipfel näher. Konzentration ist hier gefragt. Ein Fehltritt ist fehl am Platz. Das Gelände wird erst wieder nach 600 Höhenmeter wieder etwas flacher.

Geschafft, der höchste Punkt vom Breithorn liegt unter meinen Füssen. Es bleibt kurz Zeit für ein Gipfelfoto, und kurz etwas kleines essen. Die Bahn auf das kleine Matterhorn fährt nicht, deshalb müssen wir länger absteigen und schauen dass wir die letzte Gondelbahn vom Trockener Steg erwischen. Die nicht fahrende Bahn hat auch ihre Vorteile, es hat viel weniger Leute am Berg.

Nach zwei Stunden Abstieg müssen wir noch das Zelt zusammenräumen und packen. Anschliessend gehen wir auf die Bahn. Schneller als einem lieb ist sitzt man wieder im Zug und ist zu Hause.

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Nordwände in den Voralpen

Januar 2015
Gemsfluh P.2154

Nachdem ich im Dezember mit Mischu schon die Ochsen Nordostwand klettern durfte war ich im Januar mit Marcel in Mottes Occultes an der Gemsfluh unterwegs.

Wir trafen auf sehr gut gefrorene Grasbüschel. In der erste Seillänge hat es sogar ein paar Meter Wassereis. Die Stände und Bohrhaken waren aber zum Teil wegen dem Neuschnee schwer zu finden. Auf jeden Fall wissen wir jetzt für das nächste mal von Anfang an wo die Stände sind.

Es machte viel Spass hier zu klettern und ist ein gutes Training für grössere Wände.

Routenbeschrieb:

Vom Schwefelbergbad direkt an die Nordseite der Gemsfluh steigen. Der Einstieg von der eigentlichen Route befindet sich unter dem etwas höher gelegenen Loch in der unteren Wand. Dann der logischen Linie folgen. Sieben Meter neben diesem Loch ist der erste Stand. Der zweite Stand befindet sich auf dem Grasband welches gut zugeschneit unter die Steilrinne zieht. Der dritte Stand liegt mitten in der steilen Rinne. Der vierte Stand liegt irgendwo am Ende der Rinne. Der fünfte Stand ist an einem Grossen Stein im Grossen Grasband. Dises Band wird schräg nach links oben durstiegen. Dort wo ein Teil vom Band in einem Dreieck endet beginnt der zweite Wandteil. Hier ist der erste, dritte und vierte Stand gut zu finden. Der zweite Stand ist bei Neuschnee etwas schwierig zu finden. Die Route endet direkt auf dem Gipfel von P.2154.

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Haston Couloir Mönch

März 2015
Tag 1

Am ersten Tag fahren Sven und ich schon am Vormittag mit der Bahn gemütlich zur Station Eigergletscher. Leider ist der Föhn immer noch am Werk und wird es wohl noch ein paar Stunden sein. In der Zeit wo es noch so stark stürmt ist an einen Hüttenzustieg kaum zu denken. Am Nachmittag lassen die Böen etwas nach und wir wagen es aufzubrechen. Die Traverse rüber zum Hüttenaufstieg ist etwas mühsam, dafür ist der Aufstieg mit gut gepresstem Trittschne versehen. So kommen wir gut vorwärts, obwohl wir den berüchtigten “Guggi-Föhn“ immer wieder zu spüren kriegen. Kurz vor der Guggihütte lässt der Wind endlich nach, bis er ganz abflacht. In der Hütte machen wir dann schnell Feuer und schmelzen Schnee und Eis fürs Kochen. Es geht nicht lange und es kommen noch zwei weitere Bergsteigerkollegen in die Hütte. Sie machen am nächsten Tag die Lauper Route. So verbringen wir einen gemütlichen Abend mit essen und trinken in der Hütte. Auch das Feuer vermag den Raum, von den anfänglichen Temparaturen um den Gefrierpunkt, bis auf dreizehn Grad erwärmen. Jetzt wo die Küche doch am wärmsten ist geht es in den kalten Schlafraum zum schlafen.

Tag 2

Heute bricht unser Tag um 03:15 an. Ich zieh möglichst schnell meine kalten Kleider an um warm zu kriegen. Unsere beiden Kollegen sind jetzt wohl schon über eine Stunde unterwegs, denn sie wollen die Bahn auf dem Jungfraujoch nicht verpassen. Nach dem Frühstück brechen auch wir in Richtung Gipfel auf. Ungefähr nach einer Stunde müssen wir in den Gletscherkessel links absteigen. Dieser ist meist etwas schwer zu finden, dank den Spuren unserer Vorgänger ist der Abstieg schnell gefunden. Am Einstieg angelangt, versuchen wir drei mal den Bergschrund zu überklettern. Aber mit der Notausstiegsleiter von der Guggihütte gienge es bestimmt. Da wir die leider nicht dabei haben, müssen wir weiter rechts einsteigen. So gelangen wir erst etwa auf 3200 Meter in die originale Route. So geht es jetzt in gutem Eis und hartem Firn weiter nach oben. Auf dem Eisplateau bei etwa 3700m steigen wir aus und machen eine Pause. Hier beschliessen wir uns für den Abstieg über den Nollen. Über den Nollen seilen wir drei mal ab. Die eine Stelle ist sicher 20 Meter überhängend im Eis. Von da können wir rasch absteigen. Nach der mühsamen Querung und dem letzten Aufstieg haben wir das anstrengenste hinter uns und sind endlich bei der Station Eigergletscher angelangt. Von da können wir jetzt mit den Ski gemütlich nach Grindelwald abfahren. Aber auch diese Abfahrt verlangt nochmals das letzte von unseren Beinen.

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Lenzspitze 4294m

Juni 2015
Tag 1

Am Samstag Morgen geht es mit dem Zug früh in Richtung Stechelberg. Wir wollen in die Rottalhütte. Doch auf dem Weg dort hin wird uns immer mehr bewusst, dass das Wetter an diesem Wochenende wohl nicht so gut sein wird wie zuerst gemeldet. So entscheiden wir uns sofort wieder in Stechelberg den Bus zurück zu nehmen. Nach einigem Diskutieren, Wetterstudium und Ideensuche entscheiden wir uns für die Mischabelhütte. Nach gesammthaft fünf Stunden Fahrt mit dem ÖV treffen wir in Saas-Fee ein. Nach einem flotten Aufstieg befinden wir uns, trotz dem Umweg, bereits um drei Uhr auf der Hütte. Hier schlafen wir etwas vor. Nach einem sehr guten Abendessen geht es schnell zu Bett.

Tag 2

Um 02:10 klingelt mein Wecker und um 02:15 stehe ich angezogen zum Frühstück bereit. Doch das gibt es erst um 02:30. Also lege ich die letzten Dinge für die Tour zurecht und Schmiere mich mit Sonnencreme ein, wobei letztere zu unangenehmen Mommenten auf der Tour führen wird. Endlich gibt es Frühstück und wir können uns stärken. Um 03:00 verlassen wir als erste Seilschaft die Hütte. Schon auf dem Weg zum Einstieg der Lenzspitze NO-Wand bläst ein mässig bis starker Wind, welcher sehr unangenehm ist. Am Einstieg diskutieren wir Nochmals die Optionen für die Tour bei diesen schlechten Wetterbedingungen und entscheiden uns in die Wand einzusteigen. Denn der Schnee selber ist in der Wand Optimal, wenn da nur nicht dieser Wind wäre. Um 06:00 stehen wir auf dem Gipfel. Der Normale Abstieg führt über das Nadelhorn, doch der Verbindungsgrat ist mit Schnee geladen und auch der Westwind bläst zu stark. So entscheiden wir uns für den Abstieg durch die etwas windgeschütztere NO-Wand, mehr oder weniger der Aufstiegsspur entlang. Beim Abstieg vom Gipfelgrat erwischt mich nochmals so richtig eine Windböe, und bläst mir eine Ladung Schnee ins Gesicht, dieser schmilzt und wird mit der Sonnencreme zu einer brennenden Flüssigkeit für die Augen. Möglichst schnell abwischen und der Abstieg kann weiter gehen. Im oberen Teil ist nur wenig Schneeauflage und die anderen Seilschaften haben mengenweise Schnee losgetreten. Deswegen haben wir im oberen Teil aus Sicherheitsgründen kurz geschraubt. Der weitere Abstieg geht ganz gut bis auf ein paar Windböen. Nach einer “Znünipause“ in der Mischabelhütte sind wir bald in Saas-Fee und wieder auf dem Weg nach Hause.

DCIM100GOPRO

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Üssers Barrhorn 3610m

August 2015
Barrhorn mit Bike

Was macht man wenn einem vor kurzem noch das Fussgelenk schmerzte, mann soll es schonen. So erscheint mir das Biken wohl die schondendste Art für meinen Fuss um mich zu bewegen. Am Freitag fällt meine Entscheidung schon früh auf das Barrhorn. Ich weis schon jetzt dass die Tour an der Grenze meines machbaren ist. Deshalb gehe ich auch bald schlafen um am Samstag fit zu sein. Am Samstag in der Früh mache ich mich mit dem Zug und Seilbahn auf nach Oberems, die ersten 700 Höhenmeter will ich mir sparen. In Oberems trete ich um 08:15 Uhr sofort die fahrt Richtung Turtmannhütte an. Dieses Tal zieht sich ganz schön aber es geht flott voran. Nach dem Stausee beginnt nach 1000 Höhenmeter bereits die erste Tragepassage bis zur Hütte. Von hier bis auf den Gipfel muss das Bike durchgehend gestossen oder meist getragen werden. In der Turtmannhütte mche ich kurz Pause um mich zu entleeren, so lässt es sich entspannter aufsteigen. Oberhalb der Hütte folgt der härtere Teil. Ich bin schon etwas müde vom ganzen Aufstieg und die Luft wird auch merklich dünner. Im obersten Bereich wo das Geröll wie Kugellager ist mache ich mit dem Bike auf der Schulter meist zwei Schritte vorwärts und rutsche gefühlt einer zurück, ganz so effizient ist das auch nicht mehr. Nach 4,5 Stunden Aufstieg stehe ich Überglücklich auf dem Gipfel. Ich gönne mir eine lange Pause um mich für die Abfahrt zu stärken, denn diese ist von Anfang an ganz schön knackig. Im obersten Teil hat die Abfahrt eher etwas mit einem kontrollierten abrutschen gemeinsam. Es ist fast alles fahrbar je nach Fahrtechnik und Mut. Was definitiv nicht fahrbar ist, ist die mit Fixseilen versehene Stelle beim “Gässi“. Nach weniger als einer Stunde Abfahrt bin ich bereits wieder bei der Hütte und gönne mir eine Rösti mit Käse. Mit der Pause kann ich auch der kurze Regen welcher in der Zwischenzeit fällt geschickt umgehen. Nach dieser einstündigen Pause setze ich meine fahrt Richtung Turtmann fort. Zwischendurch halte ich immer wieder an um noch etwas die Sonne zu geniessen. Ganz geschafft erreiche ich in Turtmann pünktlich meinen Zug und bin froh dass alles so super gelaufen ist. Mit dieser Tour habe ich den Höchsten Berg der Alpen welcher ohne Schnee und Eis zu erreichen ist bereits Abgefahren. Wenn ich mit dem Bike noch höher will komme ich wohl nicht um weitere Touren herum wo ein kontrolliertes abrutschen über Schnee und Eis notwendig sein wird.

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Balmhorn 3698m

August 2015
Schon wieder Balmhorn, aber mit Bike

Es geht wieder einmal Richtung Balmhorn, aber diesmal mit Bike im Gepäck. Am Samstag machen wir uns schon früh auf den Weg. So sind wir auch schon früh beim Biwakplatz. Es bleibt noch genügend Zeit um das Bike bis auf 3100 Meter hoch zu tragen. Denn der Weg ist unterhalb vom Zakengrat bei Tageslicht besser zu finden und so können wir uns am Sonntag entspannter auf den Weg machen. Am Abend geniessen wir bei Sonnenlicht das Essen und die Atmosphäre im Biwak. Schon bald verkriechen wir uns in den Schlafsack und versuchen zu schlafen.

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Nach einer warmen Nacht stehen wir um 04:00 auf und machen uns sofort auf den Weg. Nach zwei Stunden Aufstieg gönnen wir uns bei Sonnenaufgang auf über 3000 Meter das Frühstück. Nach zwei weiteren Stunden, eine davon mit Bike auf dem Rücken, stehen wir auf dem Gipfel. Eine volle Stunde geniessen wir die Sonne auf dem Gipfel bevor wir uns an den Abstieg machen. Ich kann auf 3400m schon bald auf das Bike umsatteln, somit bin ich knieschonender unterwegs. Im Abstieg vom Zackengrat hinunter wäre ein wenig mehr Schnee wünschenswert. So könnte ich mehr abfahren und müsste das Bike nicht dreihundert Höhenmer runter tragen. Aber es hat sich gelohnt. Im Biwak packen wir unsere sieben sachen zusammen und machen uns sofort auf den weiterweg. Bei der Seilbahnstation Sunnbüel nehmen wir noch was zu trinken, bevor ich dann mit dem Bike ganz ins Tal fahre.   Im Zug nach Bern finden wir nur noch Stehplätze und sind froh in Bern anzukommen.

Video zu dieser Tour: Befahrung Zackengrat 2015

Skihochtour Fiescherhorn und Wannenzwillinge

Tag 1, Grosses Fiescherhorn, 19.03.2016

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Bami am SO-Grat

Heute geht es auf zum nächsten Abenteuer. Wir sind zu viert. Es sollen alle nach und nach zur Gruppe stossen, aber nicht wie geplant. Auf dem Oberen Mönchsjoch trennen wir uns. Hannes und Chrigu steigen auf zum Trugberg. Bami und ich nehmen das Grosse Fiescherhorn in Angriff. Zuerst gehts ein paar Kilometer über den Gletscher nach unten bevor     es in östliche Richtung zum Fieschersattel hoch geht. Dert oberste Hang vor dem Sattel ist nochmals so richtig schweisstreibend. Bevor es in die Felsen wechselt machen wir ein Skidepot und steigen via Sattel über SO-Grat auf das grosse Fiescherhorn. Wir müssen bald wieder runter, denn es ist schon später Nachmittag und wir müssen noch in die Konkordiahütte. Der oberste, erste Hang ist schon sehr aufgeweicht, mit der optimalen Abfahrtslinie lässt sich der bis zu 40° seile Hang relativ gefahrlos befahren. Die restliche Abfahrt ist eher holprig und hat nicht mit Genuss gemeinsam. Wir sind froh endlich bei der Treppe, welche zur Hütte hoch führt, anzukommen. Mit aller letzter Kraft schaffe ich es nach einem kleinen “doping“ noch in die Hütte hoch. Nach einem sehr guten und ausgiebigen Abendessen finden wir uns auch schon bald im Bett wieder.

 

Tag 2, Wannenzwillingcouloir, 20.03.2016

Schon früh klingelt der Wecker. Draussen dunkel und kalt, drinnen warm und dämmrig. Die Hütte erwacht zum Leben. Wir gehören wohl zu den ersten welche aufstehen, es gibt einen Zeitplan ein zu halten. Nach dem Frühstück begeben wir uns über die gefühlten 1000 Stufen zum Skidepot runter. Im dunkeln fahren wir, heute zu viert, mit Stirnlampenlicht und GPS cirka vier Kilometer den Aletschgletscher runter. Hier zweigen wir ab und steigen mit einer kleinen Pause zu den Wannenzwillingen hoch, bezihungsweise in die Scharte zwischen die Zwillinge. Ein wunderschönes Couloir erscheint vor unseren Augen. Von hier schwierig einzuschätzen wie lange es tatsächlich ist. Auf jeden Fall ist es oben schmaler als unten, auch ist es oben steiler als unten. Die ersten Meter rutschen wir ab, bis die ersten Schwünge gehen. Erst zögerlich, aber immer fliessender werden die Schwünge. Einmal Pulver und einmal Sulz, bei jedem Schwung kann man den Schnee wechseln. Die Verhältnisse hier oben sind toll! Auch die Hänge unten dran sind mit schönem Sulz ausgestattet. Nach einem kleinen Verhauer müssen wir nochmals aufsteigen, aber es hat sich gelohnt. Dann geht es direkt dem Sulzbach entlang zum Fieschergletscher hinunter. Dies ist alles andere als genussvoll, die Objektive Gefahr von Steinschlag ist hier seitens der Moräne allgegenwärtig. Augen zu und schnellst möglich durch. Da zahlt sich das frühe Aufstehen aus. Am Schluss geht es noch über den Fieschergletscher, das Wehr, Titter und Unnerbärg nach Fieschertal. Hier wartet schon das PostAuto um uns auf den ersten Teil unserer Heimreise zu bringen.

Eine super, geniale Tour. Danke an alle die dabei waren.

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Das Couloir bei der Abfahrt

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Mitten drin

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Und schon fast unten raus aus dem Couloir

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Der gefährlichste Teil der Tour, bei kälteren Temparaturen ist es hier Objektiv sicherer

Skitour Hohtürli und Ladholzhore

Hohtürli 12.03.16

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Am Hohtürli auf einer Wächte

Am Samstag fahren wir in Bern auch schon früh los. Und schon bald finden wir uns am Tschingelsee vor, unserem heutigen Startpunkt. In flottem Tempo geht es Richtung Hohtürli, bei diesen Verhältnissen umso motivierter. Nach wenigen Stunden stehen wir oben und können die pulvrige Abfahrt kaum erwarten. Über kaum verfahrene Hänge gleiten wir genüsslich dem Talboden entgegen.

 

Ladholzhore 13.03.16

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Im Aufstieg am Ladholzhore

Heute Sonntag geht es wieder früh aus den Federn. Auf dem Weg zu unserem Ausgangspunkt hole ich noch Marcel ab und schon bald sind wir bei der “Säge“. Das Tal zieht sich bis zum “hinderste Chirel“, von hier gewinnen wir allmählich mehr und mehr an Höhe. Im aufstieg entscheiden wir uns für das linke Couloir, es ist uns Sympatischer. Wir steigen nun mit gefühlten 100 Spitzkehren durch das Couloir auf. So erhaschen wir schon Bald die ersten Sonnenstrahlen.  Nach einer ausgiebigen Gipfelrasten machen wir uns auch schon wieder an die Abfahrt. Ein wunderbares Wochenende ist es!

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Im Couloir schon wieder im Nebel

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Unsere Insel im Meer

 

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